Sehnsucht nach Einfachheit und Klarheit

Sehnsucht nach Einfachheit und Klarheit

Sehnsucht nach Einfachheit und Klarheit

© naypong – de.freepik.com

Mitten in diesen unsicheren Tagen steigt die Sehnsucht nach klaren und einfachen Lösungen, die uns Antworten auf ungelöste Fragen geben können. Die Spannung nicht zu wissen, was übermorgen passiert oder die Angst zwischen den Fronten stecken zu bleiben, hat manchen von uns schon etwas (un)ruhig gemacht.

Die Spannung der grossen ethisch-moralischen Herausforderungen in unserem Land und die Komplexität der aktuellen weltpolitischen Lage hat die unangenehme Nebenwirkung, dass der eine oder andere unter uns sich zurückzieht oder nach Predigten, Personen oder Leitern sucht, die schnell eine einfache Antwort auf schwierige Fragen geben. Und es ist verständlich. Für jeden von uns, besonders auch für Christen. Die Herausforderungen sind vielfältig. Wie sollen wir uns zum Beispiel in die aktuelle Diskussion rund um Rassismus (BLM) einbringen? Eigentlich ist die Kirche ja der Ort, wo alle Menschen aller Nationen Gott anbeten können und sich durch Christus verbunden wissen (Jesaja 56,7). Unsere Kirchen sollten hier ein Beispiel gelebter Interkulturalität sein. Doch wenn wir uns dann noch mutig mitten auf die Strasse zu Menschen hinstellen, die gegen Rassismus kämpfen, stehen wir plötzlich mit radikalen extremen Kräften dort, die andere staatsfeindliche Ziele verfolgen. Was ist nun unser Auftrag? Ähnlich kompliziert wird es bei der Diskussion rund um die Ehe für alle. Wollen wir als Christen unsere Meinung ausdrücken, weil wir ja in einem Land mit freier Meinungsäusserung leben, merken wir sehr schnell, dass es Kräfte in diesem Land gibt, die biblische Werte nicht nur nicht hören wollen, sondern aktiv mit Drohungen bekämpfen. Also halten wir uns aus der Diskussion raus und lassen die Experten sprechen. Ist das die Lösung? Dann kommt da noch die Wiedereinführung der Gottesdienste mit den diversen Schutzkonzepten, welche sich dauernd ändern. War es nicht schön, als wir zuhause im Pyjama ein schönes Sonntagsprogramm angeboten bekamen? Warum sollen wir wieder in die Gemeinde gehen?

Wenn Lebenssituationen schwieriger und Fragestellungen komplexer werden, wenn wir unsicher werden, wenn wir aus der Komfortzone herauskommen, passieren eigentlich genau die wichtigen Dinge, die zeigen, was tief in uns steckt.

Mögliche Reaktionen, die ich gelegentlich beobachte, die aber nicht weiterhelfen sind:  

  • Vereinfachungen: einfache Erklärungen suchen, wie z.B. „das sind die Wehen der Endzeit“ oder „wir müssen uns zurückziehen“ oder „wir müssen radikaler evangelisieren“
  • Theorien: theologische oder konspirative Theorien entwickeln, um alle Phänomene dieser zu Zeit zu interpretieren und in der Gemeinde damit noch mehr Verwirrung stiften.
  • Angst: erstarren vor Angst und Schrecken. Nicht mehr wagen zu eigenen Überzeugungen zu stehen.  

Jesus gibt uns einen ganz anderen Hinweis, wie wir in bedrohlichen Zeiten agieren sollen. Er sagt in Lukas 21,28: Wenn sich dies alles zu erfüllen beginnt, dann seid zuversichtlich mit festem Blick und erhobenem Haupt! Diese prophetische Aussage von Jesus zeigt die enorme Kraft christlichen Glaubens in schweren Zeiten. Zuversicht, fester Blick, erhobenes Haupt! Warum? Weil er der Erlöser unseres Lebens und der Erbauer und Bräutigam seiner Gemeinde ist, die er zu sich ruft. Von wegen Rückzug und Angst, sondern Aufbruch und Mut, denn unser Schöpfer und Erlöser ist näher als wir denken. Ich fordere die Christen auf, nicht nur zu reagieren, sondern zu agieren, weil wir nichts zu verlieren haben, sondern nur zu gewinnen. Wir agieren in der Kraft des Heiligen Geistes:

  • Mit Hoffnung und Einsatz für die Gemeinde Gottes: Wir setzen jetzt erst recht alles ein, damit die Gottesdienste, die Anbetungszeiten, die Kleingruppen in unseren Gemeinden wieder voll in Fahrt kommen, nach der Corona Krise, weil es nicht unsere, sondern Gottes Kirche ist.
  • Einmischen: Wir denken mit und zeigen dieser Welt, dass unser Herr auch intelligente Antworten auf komplexe Fragen hat, weil er der Schöpfer ist und schöpferische Idee und Lösungen kennt.
  • Konstruktiv: Mithelfen und Mitbeten, ganz praktische Hilfe anbieten, in der Nachbarschaft und in der Gemeinde Hand anlegen, so wie es unsere pietistischen Väter machen würden, denn wir stehen auf ihren Schultern. Anstelle von Kritik- und Wutkultur, besser lösungsorientierte Aufbaukultur, denn nur miteinander entwickeln wir in dieser Welt Gottes Reich.

Genauso ist Gottes Wort: Es bleibt nicht ohne Wirkung, sondern erreicht, was es will. Und führt das aus, was ich ihm aufgetragen habe. Jesaja 55,11

Stefan Fuchser

Stefan Fuchser

Regionalleiter Romandie/Basel/Ticino und Leiter Gemeindepflanzungsteam

Stefan ist verheiratet mit Prisca und hat drei erwachsene Kinder. Er ist für die flächenmässig grösste Chrischona-Region zuständig und macht sich in unserem Team für Gemeindegründungen, Weiterbildung der Pastoren und die Mehrsprachigkeit unseres Movements stark.

Niederknien, um aufzustehen

Niederknien, um aufzustehen

Niederknien, um aufzustehen

© PantheraLeo1359531 / CC BY-SA

Dem Kniefall wurde in naher Vergangenheit eine neue Bedeutung zugesprochen, seit Colin Kaepernik, Spieler in der amerikanischen Football-Liga NFL keinen Nationalstolz mehr beim Abspielen der Nationalhymne demonstrieren wollte.

Anstatt wie alle anderen, stolz und gerade dazustehen bzw. sich bei der Hymne zu erheben, ging der Quarterback jeweils auf seine Knie. «To take a knee» war fortan eine öffentliche Pose des inneren Protests gegen Rassismus geworden.

Seit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weissen Polizisten wird das äussere Zeichen des Niederkniens als innerer Protest von der «Black Lives matter» Bewegung aufgenommen und zelebriert. Dabei ist immer nur ein Knie am Boden, während das zweite Bein doch bereit ist, wieder aufzustehen!

Aus dem gefangenen Sklaven, der zu früheren Zeiten vor seinen Herrn missmutig niederknien musste, wird nun der Freie, der sich paradoxerweise dadurch erhebt, dass er zunächst freiwillig auf seine Knie geht.

Der Bürgerrechtler John Lewis formulierte es so: «There is nothing wrong with kneeling down to stand up against injustice.” Das Niederknien wird neu als Zeichen der inneren Stärke und einer antiautoritären Haltung interpretiert. 

Oft wird das Niederknien (auf beide Knie) als unterwürfige Haltung gesehen, die sich zum Beispiel bei Krönungen, Ritterschlägen oder bei sakral-feierlichen Zeremonien der Kirche zeigt. Dabei beugt sich jeweils der Schwache vor dem Starken. Der sich kniende Mensch ist dabei zunächst Empfangender, bevor er erhöht wird. 

Eine spannende Dialektik, die natürlich nur beim Kniefals aus freien Stücken, so interpretiert werden kann. Die Körpersprache des Besiegten, der beim Knien seine Niederlage eingesteht, oder der Bittstellende, der damit seiner Bitte mehr Ausdruck verleihen möchte, ist es etwas anderes…

Als Bibelleser und Jesuskenner kommt mir dabei der Christushymnus aus dem Philipperbrief des Paulus in Sinn. Im zweiten Kapitel (2,6-11) heisst es von Jesus Christus, dass er sich entäusserte, also aus freien Stücken auf seine göttlichen Rechte verzichtete.

Jesus hat sich durch sein gehorsames Leiden und Sterben selbst erniedrigt, damit er anschliessend (nach seiner Auferweckung) doch wieder erhöht wird und den Namen (Ehrentitel) erhält, der über allen anderen Namen steht.

Sich selbst aus freien Stücken zu erniedrigen kann so auch als äusser(st)es Zeichen der inneren Stärke und vollen Hingabe (für Frieden und Gerechtigkeit) gedeutet werden.

Aufrechte Christen können im Blick auf (den vorbildlichen) Jesus auch knien. Nicht nur als Zeichen der göttlichen Demut und des frommen Unterwerfens, sondern auch im festen geistlichen Willen für ihn und sein bereits angebrochenes Reich der Himmel (wieder) auf- und einzustehen. Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit, wo wir wieder miteinander Gottesdienste feiern können, dass wir beim gemeinsamen Gebet solidarisch miteinander niederknien und damit unserer inneren Bereitschaft für Jesus Christus ein- und auch aufzustehen, zusätzlich zum Lippenbekenntnis, auch äusserlich durch unsere Körpersprache sichtbaren Ausdruck verleihen?!

Im Blick auf das zweite Kommen von Jesus Christus am Ende der Zeiten (siehe Offenbarung) geht man ebenfalls davon aus, dass sich alle Menschen, ganz gleich welcher Rasse oder Nation einmal vor ihm beugen werden.

Dabei stellt sich mir die persönlich entscheidende Frage: «Werde ich wohl freiwillig und aus eigenen Stücken mich vor dem Herrn aller Herrn beugen, oder gehöre ich vielleicht zu der Sorte von Bittstellern und Unterworfenen…?»

Niederknien, um aufzustehen ist jedenfalls schon lange ein tief ur-christliches Phänomen und mit dieser Paradoxie leben, glauben und bekennen wir uns, gemeinsam mit vielen anderen Christen weltweit und schon vor unserer Zeit, zu dem menschgewordenen, wieder in den Himmel aufgefahrenen und von dort auch wiederkommenden Jesus Christus.

 

… dass in dem Namen Jesus sich beugen sollen aller deren Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, … Phil. 2,10

Christian Seitz

Christian Seitz

Regionalleiter Mitte

Christian lebt in Zug, ist verheiratet und hat drei Kinder. Zur Region Mitte gehören Gemeinden in den Kantonen Aargau, Bern, Luzern, Schwyz, Uri, Zürich und Zug. Seine Leidenschaft gilt den Zweirädern, motorisiert oder nicht.

Geteilt ganz glauben

Geteilt ganz glauben

Geteilt ganz glauben

Credit: iStock.com/Mimadeo

Diese Woche bewegt mich der Psalm 27. David ringt um Nähe und Distanz mit Gott! Auf der einen Seite empfindet er sich als «ganz» und «integer», auf der anderen Seite als «geteilt» und «fragmentiert».

Ich spüre, wie ich da ganz David bin. Auf der einen Seite glaubt er ganz. Nichts kann ihn erschrecken – auch nicht massive Konfrontationen wie Krieg, Kriegsheere vor der Haustür oder irgendwelche Gegner und Übeltäter. Heute könnten wir von Corona-Viren, Klimaveränderung, Terroranschlägen und anderem reden. Seine Zuversicht überstrahlt alles: «Vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Zuflucht! Vor wem sollte ich erschrecken» (V1)? Übersetzt: Gott ist mein so starkes Zuhause, dass mich nichts und niemand verunsichern und ängstigen kann!

Doch dann – im Vers 4 – tönt es ein wenig anders, wenn er bittet: «Ich wünsche mir über alles, in der Nähe Gottes zu wohnen und seine Freundlichkeit zu sehen.» Plötzlich ist dieses Zuhause nicht mehr selbstverständlich. Dafür muss er beten. Er bittet weiter, dass Gott sein lautes Rufen hört, ihm gnädig ist. Auch das ist nicht selbstverständlich. Er sucht Gottes Angesicht und bittet gleichzeitig, dass Gott sich vor ihm nicht verbirgt, ja ihn im Zorn nicht wegweisst, ihn nicht verlässt. Weshalb ist die Geborgenheit bei Gott so rasch verloren gegangen? Im Vers 13 kann er zweifelnd beten: «Hätte ich doch die Gewissheit, die Güte des Herrn zu schauen» und muss dann seiner Seele zusprechen: «Hoffe auf den Herrn. Sei stark, dein Herz sei unverzagt. Hoffe auf den Herrn.»

David spricht tief aus meiner Seele. Wie oft geht es mir genau gleich. Ich suche Jesus und weiss nicht, ob er mich hört, weiss nicht, ob er bei mir ist. Ich muss es glauben, will es annehmen! Aber ganz ehrlich: Ich kann dich, Jesus, mit all meinen Sinnen kaum wahrnehmen. Was ist das für eine einseitige Beziehung, die wir miteinander haben? Gerade in unserer beziehungs- und erfahrungsorientierten Welt ist das eine riesige Herausforderung, dich kaum erleben zu können und Glauben nicht viel mehr scheint, als Ahnen und Hoffen. Gott bleibt mir so unerfahrbar fern. Und scheint mir die Beziehung oft als einseitig von mir – im nicht Sehen und nicht Hören. Könnte es sein, dass aus dieser Sehnsucht heraus viele «Hören auf Gottes Stimme» Seminare boomen? Helfen uns der Lobpreis- und Anbetungszeiten, Gott zu fühlen? Versuchen wir kontemplativen Rückzugszeiten, Gott neu und anders zu erfahren?

Ich meine bei David zu spüren: Es geht ihm wie mir! Er schwankt durch Momente der klaren Zuversicht, sehnsüchtiger Gottessuche und enttäuschtem Zweifel.

In mein Tagebuch habe ich heute geschrieben: «Jesus, ich weihe mich heute Morgen dir. Du bist mein Herr und mein Gott. Dir will ich gehören und dir will ich dienen. Ich halte auch dann an dir fest, wenn ich den Eindruck habe, dass ich die Beziehung auf diese Weise manchmal fast nicht mehr aushalte. Du bist und bleibst mein Gott, den ich von Herzen liebe.»

Beat Ungricht

Beat Ungricht

Regionalleiter Zürich

Beat ist mit Bea verheiratet, die beiden haben drei Kinder und leben in Elsau, Winterthur. In der Region Zürich begleitet er 22 Gemeinden und brennt dafür, dass Jesus durch uns und unsere Gemeinde erlebbar wird. Er liebt es, zu vernetzen, beraten, nah und weit zu denken und mutig zu agieren.

Was mich an Chrischona Ferien begeisterte…

Was mich an Chrischona Ferien begeisterte…

Was mich an Chrischona Ferien begeisterte…

© Beat Ungricht, 2019

Eindrücke von Christian Seitz:

Auch knapp drei Wochen nach den Chrischona Ferien leuchtet das rote Löwensiegel, mit dem «Dorf des Königs» immer noch mehrmals täglich auf meinem Handy als Wallpaper auf. Und fast jedes Mal «poppt» auch eine kleine persönliche imaginäre Erinnerung aus den Ferien vor meinen geistigen Augen mit dazu auf;-) Meist sind es kleine, fast «unscheinbare» kurze Begegnungen, die mir doch positiv in Erinnerung haften geblieben sind. Durch mein Engagement am «Infodesk» hatte ich sehr viele unterschiedliche Kontakte und Gespräche zu einzelnen Menschen, die meist dankbar für unseren geleisteten Support waren. Es gab hier und da auch vereinzelte Aufeinandertreffen, die ich persönlich so nicht gesucht, gebraucht, oder auch erwartet hätte. Aber am Ende liegt es doch an mir, worauf ich den Fokus setze und welches Gespräch ich erinnernd priorisiere, oder mir immer wieder in meinem Kopf durchspiele. Sehr gerne erinnere ich mich an Tagesgäste, die quasi per «Zufall» auf unsere Angebote im Villaggio del Re gestossen sind. Da gab es z.B. eine Frau, deren Vater 10 Tage zuvor verstorben ist und die nun mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Tochter in Bibione «Ferien» machten, um so ihrer Trauer Raum zu geben. Sie empfand es sehr schnell als klare unterstützende «Fügung Gottes» in ihrem Leben, dass wir christliche Angebote, wie Seminare & Seelsorge angeboten haben. Ein weiteres Highlight in den Chrischona Ferien waren Taufen der Evangelischen Freikirche Zug. Auch wenn ich dort jetzt nicht mehr Pastor bin, durfte ich hautnah miterleben, wie drei unterschiedliche Menschen, in ganz verschiedenen Lebenssituationen ihren Glauben offiziell bekannten und fortan verbindlich(er) mit Jesus Christus unterwegs sein werden… Auch haben mich die vier unterschiedlichen Inputs der Morgenplenare bewegt, die mir (wieder) aufgezeigt haben, wie bunt, vielfältig und vielschichtig sich Chrischona Schweiz doch den Menschen präsentiert. Meiner Ansicht nach konnten jedes Mal wieder neue und andere Menschen durch die wechselnden RednerInnen angesprochen werden…

Ja, Chrischona Schweiz ist bunt und vielfältig. Mal laut und ein anderes Mal auch sehr leise. Mir gefiel die «Breite» des Angebots vom poppigen Worship bis zum kontemplativen Gesang. Von Grossveranstaltung bis Einzelgespräch und vom auspowernden Sport bis zum chilligen Abhängen miteinander an der Bar. Über Generationen- und auch Milieugrenzen hinweg habe ich in dieser Woche erlebt, dass der Geist Gottes Menschen zusammenführt, die sich sonst vielleicht nicht unbedingt begegnen und finden würden, aber im Villaggio del Re waren wir für eine Woche eine himmlische «Dorfgemeinschaft» auf Erden. Ein Vorgeschmack dessen was noch kommt und doch punktuell schon jetzt in unseren Gemeinden Wirklichkeit werden kann.

Christian Seitz

Christian Seitz

Regionalleiter Mitte

Christian lebt in Zug, ist verheiratet und hat drei Kinder. Zur Region Mitte gehören Gemeinden in den Kantonen Aargau, Bern, Luzern, Schwyz, Uri, Zürich und Zug. Seine Leidenschaft gilt den Zweirädern, motorisiert oder nicht.

Eindrücke von Stefan Fuchser:

Noch nie wurde mir in den Chrischona Ferien so bewusst wie dieses Jahr, wie wichtig es ist, dass Kinder, Teenager und Jugendliche ihre spezifischen Angebote erleben, welche ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Als ich kurz vor dem ersten Plenar-Gottesdienst etwas im Saal im Untergeschoss holen musste und zu den Kids und in die Hüte hineinschaute, war ich fasziniert. Hunderte Kinder erlebten dort ihren speziellen und sehr gut geplanten Gottesdienst. Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, aber man sah es ihnen an, sie waren hoch motiviert und die Kinder echt begeistert. Das gemeinsame Erlebnis war ausgezeichnet. Als ich dann noch den Teens begegnete, die sich den besten Platz im Plenarsaal ergattern wollten, um unbedingt im Gottesdienst mit den Erwachsenen dabei zu sein, weil die coole Musik und die Atmosphäre ihnen gefiel, war ich vollends überzeugt vom geistlichen und gemeinsamen Wert solcher Tage weit weg von zuhause. Gerade für kleine Gemeinden, die oft ihre liebe Mühe haben, ein qualitativ gutes Kinderprogramm mit wenig Mitarbeiter in ihrer Gemeinde zu stemmen, gerade für sie waren diese Ferien eine ausgezeichnete Gelegenheit. Ihre Kinder und Teens konnten viele andere Heranwachsende kennen lernen, die gleichen christlichen Werte teilen und miteinander darüber reden. Es entstanden Freundschaften über die Kantonsgrenzen hinweg und Christ Sein wurde für eine Woche besonders gefeiert. Der geistliche Wert dieser Ferien ist deshalb nicht zu unterschätzen. Ich bin auf jeden Fall mit einer inneren Zufriedenheit nach Hause zurückgekehrt. Auch besonders noch deshalb, weil die meditativen Gottesdienste gezeigt haben, dass eine gewisse Sehnsucht nach Besinnung, Stille und Konzentration auf Jesus in unseren Reihen vorhanden ist. In der Stille und im ruhigen Nachdenken hat Gott zu uns geredet. Es war nicht nur das Rauschen des Meeres, sondern das Reden Gottes, welches uns in diesen Tagen berührt hat.

Stefan Fuchser

Stefan Fuchser

Regionalleiter Romandie/Basel/Ticino und Leiter Gemeindepflanzungsteam

Stefan ist verheiratet mit Prisca und hat drei erwachsene Kinder. Er ist für die flächenmässig grösste Chrischona-Region zuständig und macht sich in unserem Team für Gemeindegründungen, Weiterbildung der Pastoren und die Mehrsprachigkeit unseres Movements stark.

Eindrücke von Beat Ungricht:

Die Chrischona Ferien waren für mich ein riesiges Geschenk! Und zwar in erster Linie etwas ganz banales: Jesus hat uns so geniales Wetter geschenkt, dass die ganze Stimmung und das Miteinander einfach gut waren. Eine Woche Regen hätte einen ganz anderen Groove bewirkt. – Doch natürlich waren die Ferien mehr als bloss gutes Wetter. Ich habe mich über die vielen ehrlichen Gespräche gefreut. Manchmal war ich überrascht, wie rasch ich mit unbekannten Personen das Herz teilen konnte und wir nicht nur oberflächliche Smalltalks geführt haben. Und dann gab es noch viel mehr, was mich begeistert hat: Die Gottesdienste – auch die Meditativen Abendgottesdienste; die Seminare und Sportevents und vieles mehr. Alle, die nicht dabei waren, haben es leider verpasst, in unsere grosse Chrischona-Familie-Schweiz einzutauchen und ein Teil davon zu sein. Und für die, die die Massen nicht so lieben: Es ist eben immer wieder beides: Ganz viel Persönliches und Nahes und auch mit fast 1000 Leuten zusammen Jesus anbeten und sich an ihm freuen. Und darum kommen die Chrischona Ferien bald wieder. 2020 ist nicht weit weg. Meine Empfehlung: Reserviere dir schon jetzt die erste Ferienwoche im Oktober 😊.

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Beat Ungricht

Beat Ungricht

Regionalleiter Zürich

Beat ist mit Bea verheiratet, die beiden haben drei Kinder und leben in Elsau, Winterthur. In der Region Zürich begleitet er 22 Gemeinden und brennt dafür, dass Jesus durch uns und unsere Gemeinde erlebbar wird. Er liebt es, zu vernetzen, beraten, nah und weit zu denken und mutig zu agieren.