Die Stunden mit unseren Kindern

von | 18. Mrz 2020 | Gesellschaft | 3 Kommentare

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Jetzt sind alle Kinder zuhause und die Eltern auch häufiger. Hoffen wir, dass es nur eine Phase ist und Corona wieder verschwindet. Hoffen wir aber auch, dass wir die Chancen dieser Zeit nutzen. Allen Eltern rufen wir zu: Wenn ihr die Möglichkeit habt, euch in dieser Zeit besonders in eure Kinder zu investieren, dann tut es. Investiert in Qualitäts-Zeiten mit euren Kindern.

Zurzeit gibt es viele Tipp-Beiträge im Internet, wie man die Zeit zuhause meistern kann. Dass es eine Tagesstruktur braucht, dass Langeweile durchaus auch mal ok ist. Über all das müssen wir daher nicht weiter reden bzw. schreiben. Über was wir aber reden möchten, ist unsere Überzeugung, dass diese Zeit neben aller Herausforderung eine einmalige Chance ist für die Eltern, in die Beziehung zu ihren Kindern zu investieren. Eltern haben normalerweise 3000 Stunden pro Jahr, um ein junges Leben zu beeinflussen. Im 2020 werden es wohl ein paar Stunden mehr sein. Lasst sie uns nutzen als Chance, um mit unseren Kindern auch Glaubensgespräche zu führen. Die besten Gespräche entstehen da, wo sie nicht verkrampft gesucht werden. Konstruiere also keine künstlichen Szenen, um deine heimlich vorbereitete Spontan-Andacht zu platzieren. Sei stattdessen mit dir selbst ehrlich und rede über deinen eigenen Glauben, so wie er dich selbst beschäftigt und wie du den Eindruck hast, dass er dein Kind beschäftigt. Suche aktiv Chancen, gerade auch in der Natur (Ja du darfst mit deinem Kind raus, du sollst einfach andere Leute meiden) bieten sich in dieser Frühlingszeit viele Chancen, um über die Schöpfung und Gott zu staunen. 

Im Internet gibt es schon viele coole Clips für kleinere und ältere Kinder und in den nächsten Tagen werden wohl noch viele produziert. Auch das Fernsehprogramm wird laufend an die Kinder angepasst. Du könntest deine Kinder also den ganzen Tag mit Online- und Fernsehkonsum unterhalten. Hab kein schlechtes Gewissen, dass auch ab und zu so zu machen, aber definiere es als begrenzte Zeit und wo möglich, setze dich dazu und sprich anschliessend mit deinem Kind über die eben gesehene Geschichte. 

Die derzeitige Solidaritätswelle in der Schweiz ist beeindruckend – und auch für euch eine Chance. Entscheidet euch für eine Aktion, die ihr mit euren Kindern umsetzen könnt. Beachtet dabei aber die Vorschriften des Bundes, den Kontakt auf den engsten Kreis zu beschränken und Live-Kontakt nur mit den immer gleichen Personen zu haben. Solidarität kann auch ohne Live-Kontakt geschehen, bspw. mit Postkarten schreiben. 

Und in allem: Bald steht die Osterzeit an. Lasst uns dies zu einer besonderen Zeit machen. Lest gemeinsam in der (Kinder-)Bibel, schaut euch biblische Bilder- oder Wimmelbücher an, und so weiter. Entdeckt in dieser Osterzeit den Glauben gemeinsam neu, macht sie zu einer einmaligen Familienzeit. Diese Chance haben wir nur dieses Jahr. Betet auch gemeinsam, viele Kinder lieben es Fürbitte zu tun. Kurz: Pflegt die ganz normalen christlichen Rituale. Dabei können auch wir Eltern wieder ganz neu lernen, den Glauben im Alltag zu leben. Gottes Segen euch allen!

Und alle Eltern, die jetzt umso intensiver arbeiten – und gerne auch mehr Zeit mit ihren Kindern hätten: Vielen, vielen herzlichen Dank für das, was ihr für unser Land tut! Möge Gott euch jeden Tag die nötige Kraft geben. Und möge er euch und eure Kinder reich segnen! Er kennt viele Wege, dies zu tun.

Josias Burgherr

Josias Burgherr

Leiter Young Generation und Kommunikation

Josias ist verheiratet, lebt im Aargau und hat zwei Kinder. Er fördert und unterstützt mit seinem Young Generation Team die Kinder-, Teenie- und Jugendarbeit in den Chrischona Gemeinden. Zudem schreibt und gestaltet er für Chrischona Schweiz.

3 Kommentare

  1. Danke, sehr ermutigend!

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  2. Genial und so ermutigend. Danke, Josias. Lasst uns unsere Kinder zur Quelle führen, damit sie zu Menschen werden, die sich wie David, im HERRN, ihrem Gott, stärken. Diese Krise wird nicht die letzte sein…

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